Tierbesuche
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Tiergestützte Therapie in Alten-und Pflegeheimen
Tiergestützte Therapie wird als Ergänzungstherapie in Alten-und Pflegeheimen durchgeführt. Alternativ zur Ergo- oder Physiotherapie sowie zur Psychotherapie nutzt man die Wirkung des Tieres auf den Menschen.Mit ihrer Hilfe können therapeutische'Übungen, wie etwa Konzentrations-, Gedächtnis-, oder Motorikübungen gezielter und effektiver durchgeführt werden. Senioren sind aktiver und aufmerksamer bei der Sache, sind freudig und aufgeschlossener.
Speziell bei älteren Menschen ist eine extrem positive Wirkung des Therapietieres zu erkennen. Die Tiere erreichen die Bewohner ohne Worte, auf einer emotionalen und intuitiven Ebene. Die Tiere dienen oftmals als "Türöffner" , da sie unvoreingenommen Zuwendung, Verständnis und das Gefühl des "Gebraucht Werdens" vermitteln. Die Folge ist, dass das Selbstvertrauen, die Gewissheit "wichtig zu sein" und die Anregung zu eigenem Handeln gestärkt wird.
Krankheitsbilder, bei denen tiergestützte Therapie zum Einsatz kommen kann:
- Schlaganfallpatienten
- Wachkomapatienten
- Störungen nach Schädel-Hirn-Trauma oder Unfällen
- Autismus, psychische Erkrankungen
- Demenz
- Entwicklungsstörungen
- Sprachstörungen
- Depressionen
- Epilepsie
- geistiger Behinderung
- Parkinson
- Schwerhörigkeit
- Sehbehinderung
Ziele der tiergestützten Therapie:
- Anregung von Motorik
- Anregung von Kommunikation und Sprache oder Zeichen
- Steigerung des Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein
- Anregung selbstmotivierten Handelns
- Steigerung der Konzentration
- Steigerung der Lebensfreude
Psychische Wirkungsfelder des Therapietieres
- Förderung des seelischen Wohlbefindens
- Erfüllung das Bedürfnisses nach Zärtlichkeit und Körperkontakt
- Lösen innerer Spannungen
- Unvoreingenommenheit des Tieres gegenüber dem Menschen
Soziale Wirkungsfelder des Therapietieres
- „Türöffner“ für Gespräche
- Verminderung von Einsamkeit und Isolation
- Förderung sozialer Integration
- positive Bestärkung da man Kompetenz und Selbstsicherheitdurch den Umgang mit dem Tier ausstrahlt
Physische Wirkungsfelder des Therapietieres
- Blutdruck-und Pulsfrequenzsenkung
- Muskelentspannung
- Linderung von Schmerzen
- Beruhigung
- geregelteres Schlafverhalten
- Stärkung des Immunsystems
- motorische Aktivität
- Regulierung der Tagesstruktur
- Lösung von Spastiken
Der Einsatz des Therapietieres unterstützt
- Übungen zur Entspannung
- Konzentrationsübungen
- Kommunikationstraining, nonverbale Kommunikation
- Übungen zur Verbesserung der motorischen Fähigkeiten
- Erlernen der richtigen Körperhaltung
- Herstellung des Gleichgewichtsgefühls
- Wiedererlangung des Körpergefühls
- Hemmung von Spastiken
- Wiedererlangung von Orientierungslosigkeit
- Reizung der Sinnesorgane
- Wiedererlangung geregelter Tagesstrukturen
- Förderung der Bewegung im Freien durch Spaziergänge
- Gefühl von Geborgenheit
- Gedächtnistraining, Erinnerungen wecken
- Emotionale Unterstützung
- Förderung von Pflichtbewusstsein
- Stressreduktion
- Aufbau von Vertrauen
- Basale Stimulation
Ein Tier kann für all diese Ziele als Motivator dienen.
Unsere Therapietiere bestehen aus einem Team von speziell in dem Bereich ausgebildeten Ziegen, Schafen, Hasen, Meerschweinchen, Hund, Papageien, Alpakas, Esel und Pferden.
All diese Arten und unterschiedlichen Rassen haben unterschiedlichste Auswirkungen auf die Menschen. Je nach Situation, Alter, Krankheitsbild, Vorlieben und Räumlichkeit entscheiden wir mit Ihnen gemeinsam den Verlauf der Sitzungen und die Wahl des Tieres.